Homöopathie

Homöopathie? Das kenne ich…!?

Das sind Globuli oder Tropfen, die man bei Fieber, Husten, nach Unfällen oder bei Übelkeit einnimmt.

Vielleicht sind Sie ja selbst bei einem Heilpraktiker oder Homöopathen und Sie wissen um die Kraft des Konstitutionsmittels, des Similimums. 

Möglicherweise ist das einer der Gründe, warum Sie jetzt auf dieser Seite sind?

Vielleicht sind Sie aber einfach neugierig, was Homöopathie beim Tier bewirken kann.

Deshalb komme ich nochmal zurück auf die Globuli oder Tropfen, die man bei Beschwerden einnimmt.

Diese Globuli oder Tropfen nennt man Akutmittel.

Sie sind noch am ehesten vergleichbar mit dem, was man aus der „normalen“ Medizin kennt. Man hat eine Beschwerde und dafür (oder besser dagegen) gibt es ein Mittel. Nur eines? Nein, schon da zeigt die Homöopathie, dass sie mehr wissen möchte.

Denn sie fragt nach: Wie ist denn die Beschwerde? Oder warum ist sie überhaupt da? Oder Wann ist sie am schlimmsten? Wo ist denn die Beschwerde genau? 

Für ein Schmerzmittel spielt es kaum eine Rolle, ob der Schmerz brennt, pocht, zieht oder sticht. Auch Zeitpunkt und schmerzende Körperseite sind dabei unerheblich.

Na, dann ist doch das Schmerzmittel viel einfacher! Stimmt! Einfacher in der Verschreibung ist es. Aber den Nebenwirkungen ist das eben auch egal und gesund werden wir durch Schmerzmittel auch nicht. Viele Medikamente behandeln nur den Zustand, aber sie führen den Körper nicht auf den Weg der Heilung.

Dieses Ziel hat jedoch die Homöopathie: dem Körper den Weg zu einer schnellen, sanften und nach Möglichkeit vollständigen Heilung zu zeigen. 

Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Tierbesitzer, ihr Tier homöopathisch behandeln zu lassen.

Meist kennen sie die Homöopathie aus eigener Erfahrung.

Diese eben erwähnten Akutmittel können bei richtiger Auswahl schnell zur Besserung und Heilung führen. Viele Tierbesitzer haben auch schon selbst eine kleine „Hausapotheke“ mit diversen bewährten Mitteln.

Aber Homöopathie kann noch viel mehr.

Was, wenn die Krankheit nicht plötzlich gekommen ist, sondern schon länger besteht und immer schlimmer wird?

Was wenn die Krankheit bereits chronisch ist?

Das sind beispielsweise alle Krankheiten des älteren Tieres, wie Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz, Arthrose oder Tumorerkrankungen aber auch chronische Hauterkrankungen, hormonelle Störungen und Verhaltensauffälligkeiten gehören dazu.

Wie bei unserem Baum hier, ist jedes Lebewesen, das ich betrachte in einem Zustand, der bestimmt wird von seinen Genen, seiner Entwicklung und Erfahrung, die es in seinem Leben macht.

 

Ein Baum zum Beispiel, der immer schon wenig Wasser bekam, wird tiefere Wurzeln haben und eine Trockenzeit viel besser überstehen, als ein junges zartes Pflänzchen aus dem Gewächshaus.  Im Laufe eines Lebens nehmen sehr viele Ereignisse Einfluss darauf, wie sich ein Lebewesen entwickelt und in welchem Zustand es sich befindet, wenn wir es betrachten. Manches sieht man von außen, wie zum Beispiel Brandspuren nach einem Brand oder Risse in der Rinde des Baums.

Sehr viel bleibt allerdings dem Betrachter verborgen. Um beim Beispiel des Baumes zu bleiben: wir könnten den Förster fragen, der den Baum kennt, seit er angefangen hat ihn zu hegen.

Er erinnert sich an die Dürrezeiten, die er überstanden hat, die Zweige, die ein freches Reh immer wieder abgeknabbert hat und die Seidenspinnerraupen, die ihn geärgert haben. Das alles sehen wir dem Baum heute so nicht mehr an, aber all das spielt eine Rolle, wenn wir uns fragen, warum es heute diesem Baum nicht gut geht.

Wenn Sie als besorgter Tierbesitzer Ihr Haustier in einer Tierarztpraxis mit Schwerpunkt Homöopathie vorstellen, dann haben Sie die Rolle des Försters. Sie kennen Ihr Tier und seine Geschichte.

Als Tierarzt werden wir Ihr Tier zuerst gründlich untersuchen und dann sehr viele Fragen stellen, um Ihr Tier besser kennen zu lernen. Wir möchten gemeinsam verstehen, auf welchem Weg unsere Patienten krank wurden, um sie über diesen Weg wieder zurück zu begleiten.

Bei vielen chronischen Erkrankungen, die häufig schon über Jahre bestehen, geht das nicht von heute auf morgen.

Oft dauert der Rückweg auch genau so lange, wie der Hinweg. Nicht in allen Fällen ist eine vollständige Genesung möglich aber in den meisten Fällen erreichen wir eine deutliche Besserung

Das erfordert Geduld und auch eine gute Kommunikation zwischen Besitzer und Tierarzt.

Ihr Tierarzt wird alles was Sie ihm über Ihr Tier berichten können in die Mittelfindung einbeziehen, ein Mittel auswählen. Vielleicht braucht es nicht nur ein Mittel, sondern es folgen weitere. Deshalb sind Veränderungen und Ihre Beobachtungen besonders wichtig.

Haben wir Sie neugierig gemacht?

Es gibt eine Fachgruppe von Tierärzten, die sich über ihre Erfahrung als Tierarzt hinaus über mehrere Jahre auf das Fachgebiet der Homöopathie spezialisiert haben.