GGTM e.V.

Dr. Heidi und Karl-Heinz Kübler Stiftung

Pressemitteilung vom 26. Oktober 2011:

Dr. Heidi und Karl-Heinz Kübler Stiftung zur Förderung der Naturheilverfahren/Regulationsmedizin in der Tiermedizin gegründet

Am 29.07.2011 wurde die rechtsfähige Stiftung der Eheleute Kübler vom Regierungspräsidium Stuttgart anerkannt. Am 20.10.2011 fand in einer kleinen Feierstunde im Obersulmer Kulturhaus die Übergabe der Stifterurkunde an Dr. Heidi und Karl-Heinz Kübler durch den baden-württembergischen Innenminister Reinhold Gall statt.

Der Gründung voraus gingen langjährige Überlegungen unter dem Motto „Regulationsmedizin für Tiere fördern und forschen“. Durch die Gesellschaft für Ganzheitliche Tiermedizin e.V. (GGTM), die seit 1984 besteht, inzwischen über 600 Mitglieder hat und deren Vorsitzende Dr. Heidi Kübler seit 1996 ist, werden regulationsmedizinisch arbeitende Tierärzte/-innen innerhalb und außerhalb des Berufsstandes vertreten.

Doch unabhängige Forschung in der Regulationsmedizin findet bisher kaum statt. Wissenschaftlich fundierte und anerkannte Studien im Bereich der Behandlung von Tieren gibt es ganz wenige. Auch wenn Gelder dafür da wären, so fehlt es oft an den für das entsprechende Therapieverfahren geeigneten Fragestellungen und der Betreuung durch in den einzelnen Verfahren profund ausgebildete und erfahrene Tierärzte. Häufig herrscht Intoleranz und Ablehnung anderer Denkansätze nach dem Motto: „es kann nicht sein, was nicht sein darf.“

Hier möchte die Stiftung bewusst Projekte unterstützen, die kreative interdisziplinäre Denkansätze ohne Vorurteile und Vorbehalte verfolgen, die Hochschule und Praktiker zusammen bringen zur Weiterentwicklung der Wissenschaft und zum Erkenntnisgewinn über regulationsmedizinische Therapien in der Veterinärmedizin. Insbesondere der wissenschaftliche Nachwuchs soll gefördert werden – sowohl materiell durch finanzielle Unterstützung von wissenschaftlichen Arbeiten wie auch ideell durch Vermittlung von Ansprechpartnern aus der Praxis.

Das soll erreicht werden durch:

- Unterstützung von Forschungsvorhaben in Verfahren der Regulationsmedizin in der Tiermedizin

- Förderung von Maßnahmen zur Integration der Regulationsmedizin in die tierärztliche Ausbildung

- Förderung der Fort- und Weiterbildung von Tierärzten/-innen in den Verfahren der Regulationsmedizin

- Öffentlichkeitsarbeit in allen Medien und tierärztlichen Berufsorganisationen

Wer die Ziele der Dr. Heidi und Karl-Heinz Kübler Stiftung unterstützen möchte, kann dies durch eine Spende oder Zustiftung tun. Das erste förderungswürdige Projekt – eine Dissertation einer jungen Kollegin – ist bereits angelaufen. Weitere Projekte wie der Aufbau von Datenbanken und die Herausgabe von Publikationen sind angedacht, übersteigen derzeit aber noch die finanziellen Möglichkeiten der Stiftung.

Kontakt: Dr. Heidi und Karl-Heinz Kübler Stiftung, Rudolf-Diesel-Straße 19, D-74182 Obersulm-Willsbach, Tel.: 07134/14600, Fax: 07134/22308, e-mail: dr.heidi.kuebler@btm-nhv.de; www.stifterforum-heilbronn.de/stiftungen

Informationen über die Stifter:

Dr.med.vet. Heidi Kübler, praktische Tierärztin und Karl-Heinz Kübler, Finanzbeamter sind seit 1988 verheiratet und leben in Obersulm. Dort haben sie ab 1988 gemeinsam eine Tierarztpraxis aufgebaut mit einer Spezialisierung auf regulationsmedizinische Therapie chronisch kranker Kleintiere und Tumorpatienten. Während Dr. Heidi Kübler die Untersuchung und Behandlung der Patienten übernahm, die Zusatzbezeichnung Biologische Tiermedizin erwarb und inzwischen Tierärzte in der Regulationsmedizin ausbildet, kümmerte ihr Mann sich um die organisatorischen Dinge und um die Finanzen.

Motivation zur Gründung der Stiftung:
Bereits in einem ersten freiwilligen Praktikum ganz am Anfang des Studiums bei einem Großtierpraktiker hatte sie die Homöopathie kennen gelernt. Die Arbeit dieses ersten Lehrtierarztes – insbesondere die Behandlung von Schweinen mit Homöopathie – hatte sie sehr beeindruckt, so dass sie bereits während der Studienzeit sich erste Kenntnisse in der Homöopathie aneignete. Ein besonderes Ereignis war es für sie, dass der Tierarzt sie zu einer der ersten Homöopathie-Fortbildungen in Würzburg einlud.

Während ihrer Promotion am Institut für Veterinär-Pathologie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen war Heidi Kübler Stipendiatin der Hans-Seidel-Stiftung, München. Ohne dieses Stipendium hätte sie eine Promotion kaum finanzieren können. Deshalb auch die Überlegung nun, da ihr Mann und sie finanziell dazu in der Lage sind, durch eine Stiftung andere jungen Menschen zu unterstützen, so wie sie vor 25 Jahren Unterstützung erfahren hatte.

Im Laufe ihrer nun über 20-jährigen selbstständigen Tätigkeit als Tierärztin lernte sie immer mehr über Naturheilverfahren und Regulationsmedizin und wendet diese täglich in der Praxis an. Auch in der Fortbildung von Tierärzten in diesem Bereich engagiere sie sich stark. Sie konnte durch ihre Vorträge und Seminare zur naturheilkundlichen/regulationsmedizinischen Behandlung von Tieren schon viele Kolleginnen und Kollegen für diese Therapieformen gewinnen.

Seit 1996 ist sie die 1. Vorsitzende der Gesellschaft für Ganzheitliche Tiermedizin e.V.. In dieser Zeit konnten viele Hürden und Vorbehalte gegen die Regulationsmedizin als Fachdisziplin in der Tiermedizin abgebaut werden. Auch die Mitgliederzahlen der GGTM sind in diesen Jahren um mehr als das Doppelte angestiegen.

Doch immer noch ist die Regulationsmedizin nicht in die Ausbildung der Tiermedizinstudenten integriert – mit der Begründung, dass es keine wissenschaftlichen Studien gibt, die deren Wirksamkeit belegen. Die Hochschulen selbst zeigen derzeit noch wenig Bereitschaft im Bereich der Regulationsmedizin zu forschen. Hersteller von Arzneimitteln für die Regulationsmedizin können häufig nicht die Geldmittel für Forschung aufbringen, geschweige denn, dass sie unabhängige Forschungseinrichtungen finden, die sich diesen Fragestellungen unvoreingenommen annehmen.

So kam Heidi Kübler in den letzten Jahren die Idee mit einer unabhängigen Stiftung zumindest einmal Geldmittel für Forschung im Bereich der Regulationsmedizin zur Verfügung zu stellen und damit künftig u.a. auch junge Forscher zu unterstützen, die ohne finanzielle Unterstützung nicht forschen könnten.

Ihr Mann und ihr Sohn unterstützen diese Idee und bringen sich ebenfalls im Stiftungsrat in diese Stiftung ein. Ziel soll es sein die Forschung und Verbreitung der Regulationsmedizin in der Tiermedizin weiter voran zu bringen.


Artikel erstellt am: 26. Oktober 2011, 11:00