GGTM e.V.

Pressemitteilungen der GGTM

Staatliche Tierwohlkennzeichnung – Weichenstellung notwendig

Die GGTM begrüßt die Initiative der Bundesregierung / des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft eine gesetzliche Grundlage zur Vereinheitlichung der bisher privatrechtlichen Label zur Kennzeichnung von Tierhaltungssystemen zu erreichen, um die Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher zu erhöhen. Aus unserer Sicht müssen oberste Ziele des Gesetzes Klarheit der Kriterien und eindeutige Grenzwerte sein.
Die GGTM unterstützt grundsätzlich alle Bemühungen, die zu Verbesserungen der Haltungsbedingungen für landwirtschaftliche Nutztiere führen sollen. Die Kennzeichnung von Haltungen als Maßnahme zur Verbesserung von Haltungsbedingungen wurde bei Legehennen bereits erfolgreich eingeführt. Heute können Konsumenten mit dem Kauf von Eiern entscheiden, welche Haltungsform sie unterstützen wollen. Analog zu der Eierkennzeichnung kann das Tierwohllabel mit einer Teilnahme auf freiwilliger Basis nur ein erster Schritt hin zu einer verpflichtenden Kennzeichnung der Haltungsbedingungen für alle Nutztiere und für alle tierischen Produkte sein…

Die vollständige Pressemitteilung vom 26.07.2018 zum Lesen und Downloaden finden Sie hier im docx-Format oder pdf-Format.

Mehr Reserveantibiotika im Kuhstall – Hohes Risiko von Resistenzen

Germanwatch-Recherche: 80 Prozent der Milchkühe erhalten regelmäßig Antibiotika, jede zehnte Behandlung erfolgt mit für den Menschen besonders wichtigen Reserveantibiotika, die benötigt werden, wenn andere Antibiotika nicht mehr wirken.

Berlin (11. Jan. 2015). Rund 80 Prozent der Milchkühe in Deutschland erhalten Antibiotika vor der Geburt des jeweils nächsten Kalbes, jede zehnte Behandlung erfolgt mit sogenannten Reserveantibiotika. Diese Größenordnung – sie ergibt sich aus Zahlen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) – ist nach Einschätzung von Germanwatch besorgniserregend. Reserveantibiotika kommen in der medizinischen Behandlung von Menschen besonders dann zum Einsatz, wenn andere Antibiotika – wegen bereits entwickelter Resistenzen – nicht mehr wirken. Ein steigender Einsatz von Reserveantibiotika im Kuhstall erhöht die Gefahr, dass sich bei Kühen gegen diese “letzten Mittel” resistente Keime entwickeln, die dann auch auf Menschen übertragen werden können. Bereits heute sterben in Deutschland mehr als 15.000 Menschen pro Jahr, weil Antibiotika bei ihnen nicht mehr wirken…

Die vollständige Pressemitteilung zum Lesen und Downloaden finden Sie hier im docx-Format oder pdf-Format.

Tierärzte und Umweltschützer fordern Schaffung einer Bundesagentur für Antibiotika und Abschaffung von Medikamentenrabatten

Schallstadt, 16.01.2015, Gemeinsame Pressemitteilung des BUND und der Gesellschaft für Ganzheitliche Tiermedizin e. V. (GGTM): Zur Reduzierung des Verbrauchs von Antibiotika in der Nutztierhaltung haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Gesellschaft für Ganzheitliche Tiermedizin (GGTM) von der Bundesregierung die Einrichtung einer zentralen Bundesagentur zum Antibiotika-Einsatz gefordert. Erste Aufgabe einer solchen Behörde müsste sein, den zu hohen Antibiotika-Einsatz und dessen negative Auswirkungen zu bekämpfen…

Die vollständige Pressemitteilung zum Lesen und Downloaden finden Sie hier im docx-Format oder pdf-Format.

Positionspapier des Arbeitskreises Nutztier

Die Landwirtschaft in Deutschland steht unter enormem ökonomischen Druck. Verbraucher und Politiker fordern billige Lebensmittel, um die Teuerungsrate niedrig zu halten. Gesteuert wird diese Entwicklung durch politische Vorgaben, wie z.B. fehlgeleitete Subventionen. Das Gros der Nutztierhalter konnte in den zurückliegenden Jahren keine kostendeckenden Marktpreise erzielen…….

Lesen Sie das vollständige Positionspapiers zur aktuellen Situation in der Veterinärmedizin, das der Arbeitskreis Nutztier der GGTM erstellt hat.

Das vollständige Positionspapier zum Lesen und Downloaden finden Sie hier.

Pressemitteilung der GGTM zum Thema „Lösungsansätze zur Antibiotikaminimierung im Nutztierbereich“

Schallstadt, 01.12.2014, Gesellschaft für Ganzheitliche Tiermedizin e. V. (GGTM): Tierärzte sind Teil des ökonomisch geprägten Landwirtschafts-Systems, in dem in den letzten Jahrzehnten zunehmend industrialisierte Tierhaltungen entstanden sind. Nutztierärzte behandeln in der Mehrzahl Erkrankungen, die durch Fehler bei Haltung, Fütterung und Betreuung der Tiere entstehen. Diese Erkrankungen sind Indikatoren für eine überforderte Anpassungsfähigkeit der Tiere, die den an sie gestellten Leistungsanforderungen nicht mehr gewachsen sind. Der verstärkte Einsatz von Antibiotika erweist sich als untaugliches Korrektiv, um die Defizite der Tierhaltungssysteme zu kaschieren. Somit ist die Entwicklung von multiresistenten Bakterien bei Nutztieren sichtbares Symptom eines fehlgeleiteten Agrarsystems….

Die vollständige Pressemitteilung zum Lesen und Downloaden finden Sie hier.


Artikel erstellt am: 4. Februar 2015, 15:51