GGTM e.V.

Ganzheitliche Verhaltenstherapie

Dr. Daniela Zurr – 15.03.2007

Das Verhalten eines Tieres wird durch viele Faktoren, wie beispielsweise genetische Einflüsse, positive und negative Erfahrungen in der Vergangenheit und durch sein aktuelles Umfeld beeinflusst. Für Probleme im Zusammenleben mit Ihrem Haustier gibt es somit eine Fülle verschiedener Ursachen.
Vor jeder verhaltenstherapeutischen Behandlung muss daher ein ausführlicher Vorbericht erhoben werden. An diesen schließt sich eine Untersuchung Ihres Tieres an. Da auch körperliche Ursachen zu Verhaltensveränderungen führen können, sind eventuell weitere diagnostische Maßnahmen, wie z. B. Blut-, Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen notwendig. Liegen körperliche Erkrankungen vor, so müssen diese natürlich zuerst therapiert werden. Beispielsweise können Schmerzen oder Schilddrüsenerkrankungen zu einem aggressiven oder ängstlichen Verhalten führen. Auf Grund der erhobenen Befunde wird eine Diagnose gestellt und hierauf beruhend ein individueller Therapieplan für Ihr Tier entwickelt.

Der Therapieplan umfasst häufig Verhaltensregeln im Umgang mit dem Tier, um diesen zu helfen, ein neues, erwünschtes Verhalten zu zeigen.
Ganzheitlich arbeitende Tierärzte setzen zusätzlich unterschiedliche Verfahren ein, die dem Tier helfen sein Verhalten zu ändern und die Mensch-Tier-Beziehung wieder zu verbessern.

In Abhängigkeit vom individuellen Fall und den Erfahrungen des einzelnen Therapeuten können hierbei folgende Verfahren zum Tragen kommen.
Bachblüten und klassische Homöopathie eignen sich, um die psychische Verfassung eines Tieres energetisch zu beeinflussen.
Die Traditionelle chinesische Medizin (TCM) bietet verschiedene Ansätze zur Therapie. So kann das Verhalten eines Tieres sowohl über eine Akupunkturbehandlung als auch über chinesische Kräuter oder eine Ernährungsumstellung nach Kriterien der TCM beeinflusst werden.

Aus der Humanmedizin ist bekannt, dass die Bereiche des Gehirns, die für die Emotionen zuständig sind, besonders gut über den Körper zu beeinflussen sind. Diese Erkenntnis trifft auch auf unsere Haustiere zu und wird durch folgende Therapieverfahren umgesetzt.
Mit Hilfe der Osteopathie und Kranio-Sakraltherapie können Blockaden im Gewebe aufgespürt und gelöst werden. Diese Behandlung führt zu einem ausgeprägten Entspannungszustand des Tieres und langfristig dazu, dass „sich das Tier in seiner Haut wohler fühlt“ und dadurch in schwierigen Situationen gelassener reagieren kann.
Der Tellington-TTouch ist eine Methode, die das Körperbewusstsein des Tieres und seine körperliche, psychische und emotionale Balance positiv beeinflusst und dadurch zu Verhaltensänderungen führt. Einzelne Elemente des Tellington-TTouch können relativ leicht erlernt und von Ihnen selber an Ihrem Tier angewendet werden.

Unsere Haustiere sind Teil unseres Familiensystems. Daher kann bei komplexen Verhaltensproblemen eine Familienaufstellung nützlich sein, um einen Überblick zu bekommen und einen Therapieansatz zu finden.

Während manche Verhaltensprobleme mit einer angemessenen Therapie schnell behoben sind, erfordern viele Verhaltensänderungen doch einen längeren Zeitraum.
Wir empfehlen Ihnen für die Therapie einen verhaltenskundlich erfahrenen Tierarzt/Tierärztin aufzusuchen, da diese durch ihre Ausbildung befähigt sind, nicht nur eine korrekte Diagnose des Verhaltensproblems zu stellen, sondern auch eventuell zu Grunde liegende körperliche Erkrankungen zu erkennen.