GGTM e.V.

Osteopathie

Dr. Ute Reiter – 30.10.2012

Allgemein

Die Osteopathie ist eine mit den Händen durchgeführte ganzheitliche Diagnose- und Therapieform. Sie wurde begründet von dem Amerikaner A.T. Still und beruht auf folgenden Grundüberlegungen:
Alles Leben ist Bewegung. Für Beweglichkeit sorgt aber nicht nur das Skelett- und Muskelsystem, sondern buchstäblich jede einzelne Körperzelle einschließlich aller Stoffwechselprozesse nicht zu vergessen die übergeordnete emotionale und mentale Ebene eines Lebewesens.

Parietale Osteopathie

Der Osteopath prüft mit seinen Händen Beweglichkeit und Spannung im myofaszialen und im Skelettsystem, um in den jeweils geeigneten Regionen dem Patienten Heilungsimpulse zu geben. Dabei nutzt der Therapeut den kontinuierlichen Zusammenhang aller bindegewebiger Strukturen und kann so durch die Behandlung einer Region sowohl lokale als auch Fernwirkungen im gesamten Patienten auslösen.

Kraniosakrale Osteopathie

Sie geht auf den amerikanischen Osteopathen W.G. Sutherland ( Schüler von A.T. Still) zurück und ist eine Untersuchungs- und Behandlungsmethode im kraniosakralen System (Verbindung von Hirn- und Rückenmarkshäuten mit Schädel und Wirbelkanal). Die von diesem System ausgehende Bewegung, der sogenannte kraniosakrale Rhythmus, soll im optimalen Fall in allen Körperregionen uneingeschränkt wahrnehmbar sein. Voraussetzung hierfür ist die freie, wenn auch mancherorts minimale, Beweglichkeit aller Gewebe und Strukturen einschließlich der Schädelnähte.

Viszerale Osteopathie

Sie geht u.a. auf den französischen Osteopathen J.P.Barral zurück.
In der Viszeralosteopathie werden die inneren Organe nicht nur in ihrer Beziehung zueinander und in ihrer Abhängigkeit voneinander untersucht und behandelt, sondern ebenso ihre Beziehung zu allen anderen Systemen. Im Vordergrund steht hier die direkte gegenseitige Beeinflussung zwischen Bewegungssystems, Nervensystem und inneren Organen.

Wann brauchen auch unsere Tiere eine osteopathische Behandlung?

> bei neurologischen Problemen
> als Reha – Maßnahme nach schwerer OP oder Verletzung
> zur Vorbereitung von Operationen
> z.B. bei stark abgebauter, verspannter oder verkrampfter Muskulatur
> bei nicht mehr oder noch nicht zu operierenden orthopädischen Problemen
> zur allgemeinen Schmerzlinderung
> bei Versagen oder zur Einschränkung von Schmerzmitteln oder bei unklaren Schmerzzuständen, deren Ursache nicht geklärt werden kann
> zur Revitalisierung alternder Tiere
> zur Unterstützung sportlich aktiver Tiere